Gebet für verfolgte Christ*innen 05.03.2026
Im Namen des Vaters und des Sohnes…
Herr Jesus Christus, wir denken auch heute wieder an die Menschen, die für ihren Glauben leiden, die für ihre Hoffnung bedrängt werden, die für ihre Treue zu dir sterben.
Nigeria: Unbekannte haben in der Nacht auf letzten Donnerstag ein Gotteshaus im Bundesstaat Cross River im Südosten Nigerias in Brand gesteckt. Zu Schaden kam niemand, die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung ein. Nach ersten Ermittlungen haben die Brandstifter gezielt die in der Sakristei der Kirche aufbewahrten Archive in Brand gesetzt, meldet der vatikanische Fidesdienst. Der Angriff galt der Kirche St. Mary im Verwaltungsbezirk Boki. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr, die das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern konnte, sei der Schaden erheblich.
…Jesus, der von den Toten auferstanden ist
Pakistan: Menschenrechtler bitten die Behörden der Provinz Punjab, eine christliche Familie zu schützen, die von Muslimen der Blasphemie beschuldigt wird. Hinter den Blasphemie-Anschuldigungen stehe ein Streit um Landbesitz, erklärte der Verband „Human Rights Focus Pakistan“ in einer Pressemitteilung. Die Behörden sollten den Schutz der Familie gewährleisten, eine unparteiische Untersuchung des Vorfalls durchführen und die Täter vor Gericht bringen. Örtliche christliche Gläubige äußern ihre Befürchtung, dass die bestehenden Spannungen eskalieren und die gesamte christliche Gemeinde in der Region gefährden könnten. Der Vorsitzende des Menschenrechtsverbands sprach von einem beunruhigenden Muster: „Dies ist nicht das erste Mal, dass Landräuber mit Blasphemievorwürfen drohen, um christliche Familien zum Schweigen zu bringen und sie zu zwingen, ihre Häuser zu verlassen“. Blasphemie wird mit lebenslanger Haft bis hin zur Todesstrafe geahndet. Dutzende von Menschen, Christ*innen wie auch Muslime, wurden in den vergangenen Jahrzehnten wegen Blasphemie inhaftiert, einige sogar zum Tode verurteilt. Hingerichtet wurde bisher noch niemand.
…Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist
DR Kongo: Die Pfarrkirche von Bule im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, ist geschändet und geplündert worden. In der Nacht drangen Unbekannte in die Kirche ein, öffneten den Tabernakel und warfen die konsekrierten Hostien auf den Boden. Anschließend entwendeten die Täter die Lautsprecheranlage der Kirche und plünderten das Pfarrhaus. Bislang sind die Verantwortlichen unbekannt. Der Akt der Profanierung ereignete sich in einem Umfeld großer Spannungen. Erst kürzlich kam es zu Zusammenstößen zwischen den Streitkräften der Demokratischen Republik Kongo und Rebellen. Nach Angaben des Militärs wurden mehrere Rebellen getötet; zugleich hatte die Armee die Rückeroberung von Bule angekündigt.
…Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat
Myanmar: In einer Region, die seit Jahren von schweren Kämpfen und der gezielten Zerstörung religiöser Stätten gezeichnet ist, haben katholische Gläubige ein Zeichen des Aufbruchs gesetzt. Mit der feierlichen Einweihung der St.-Josefs-Kirche in Matupi trotzen sie der Gewalt der Militärjunta und senden eine Botschaft der Resilienz in die Welt. Für die christliche Minderheit in der Region ist dies ein bedeutendes Ereignis, da der Chin-Staat seit dem Militärputsch vom Februar 2021 zu den am stärksten umkämpften Gebieten Myanmars gehört. Die Situation für die rund 500.000 Einwohner, von denen etwa 85 Prozent Christen sind, ist katastrophal. Etwa die Hälfte der Bevölkerung befindet sich auf der Flucht. Besonders erschütternd ist die Bilanz der Zerstörung: Menschenrechtsaktivisten werfen dem Militär vor, Kirchen gezielt als vermeintliche „Widerstandszentren“ anzugreifen. Seit 2021 wurden im mehr als 107 religiöse Gebäude zerstört, darunter allein 67 Kirchen verschiedener Konfessionen. Ein Symbol dieser Vernichtung ist die Stadt Thantlang: Von ehemals 22 Kirchen blieb nach einer Brandstiftungskampagne der Junta nur eine einzige verschont.
…Jesus, der dich oh Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat
Auch katholische Stätten blieben nicht verschont: Im April 2025 wurde die Christkönigskirche in Falam attackiert, und im Februar 2025 beschädigte ein Luftangriff die Herz-Jesu-Kirche in Mindat, die künftige Kathedrale des neu gegründeten Bistums Mindat. Trotz dieser verheerenden Umstände feierte Bischof Kung die Einweihung in Matupi als Meilenstein. Inmitten von Leid und Unsicherheit nannte er das neue Gebäude ein „wahres Zeichen der Liebe Gottes“. „Es gibt nur wenige Ereignisse im Leben einer Pfarrei, die bedeutsamer und freudiger sind als die Weihe einer neuen Kirche“, erklärte der Bischof während der Zeremonie. Er rief die Gläubigen dazu auf, trotz der anhaltenden Härten standhaft zu bleiben: „Lassen wir uns im Gebet und in der Gemeinschaft nicht beirren.“
…Jesus, der dich oh Jungfrau im Himmel gekrönt hat
Herr Jesus Christus…
Danke für Euer Mitbeten!